Mit Diabetes in die Mucki-Bude
Seit Jahrzehnten gilt Ausdauertraining als Goldstandard beim nichtmedikamentösen Diabetesmanagement. Allerdings zeigen immer mehr Studien, dass der Arzt seinen Zuckerkranken Krafttraining empfehlen kann. Das unterstreicht auch eine aktuelle Metaanalyse.
20 Studien werteten Anna Jansson und Kollegen von der University of Newcastle in Callaghan, Australien, aus. Im Ergebnis verbesserten Personen mit Typ-2-Diabetes ihre Blutwerte mit beiden Sportarten deutlich gegenüber inaktiven Patienten, wobei sich beim Effekt auf das HbA1c kein Unterschied zwischen Ausdauer- und Krafttraining fand. Im Mittel liess sich mit Krafttraining der HbA1c um 0,39 Prozentpunkte gegenüber inaktiven Kontrollgruppen vermindern. Je besser die Muskelkraft wurde, desto stärker sank das HbA1c.
Auch Schwangere mit Gestationsdiabetes profitieren vom Pumpen
In einer chinesischen Studie an 200 Frauen mit Gestationsdiabetes zeigte sich, dass diese von einem mindestens sechswöchigen Krafttraining (dreimal pro Woche) profitieren. Der Effekt auf den Nüchternblutzuckerspiegel war ähnlich wie der des ebenfalls geprüften Ausdauertrainings. Für den nach zwei Stunden ermittelten postprandialen Blutzucker erzielte das Krafttraining sogar signifikant bessere Erfolge.